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Wundertussis Klartext

„Breaking QUEER“ – Warum ich nicht nur „nicht queer“, sondern „anti-queer“ bin

Bild: KI-generiert

Die an Universitäten gelehrte und längst in alle Lebensbereiche eingesickerte Queer-Theorie stellt die Realität auf den Kopf, befreit niemanden und gehört entschieden zurückgewiesen. Warum sie misogyn und homophob ist, eine beeindruckende Karriere hingelegt hat, was der ESC-Gewinnersong „The Code“ von Nemo1 damit zu tun hat, und wie man dagegen Widerstand leistet, erläutert dieser Text.

„Und ist dies auch Wahnsinn, so hat es doch Methode …“2

Dieses Hamlet-Zitat drängt sich auf, wenn sogar Politiker mit ernster Miene behaupten, ein Penis sei nicht per se ein männliches Geschlechtsorgan, kein Arzt könne von außen das Geschlecht feststellen und Transfrauen seien selbstverständlich Frauen3.

Solche Formulierungen wirken wie eine Provokation, werden aber in linken Kreisen und darüber hinaus fälschlicherweise als Weiterführung der Homosexuellenbewegung verstanden. Diese hatte das ursprünglich beleidigend genutzte Wort „queer“ zwischenzeitlich als Selbstbezeichnung übernommen. Tatsächlich aber entspringen all diese Annahmen der Queer-Theorie4 – einem akademischen Konzept, das an Universitäten gelehrt wird und von dort aus über die internationalen Menschenrechtsorganisationen seinen Siegeszug als Menschenrechtsanliegen bis in Altenheime, Schulen und Kindergärten und Diversityabteilungen von Unternehmen angetreten hat.

Anders als behauptet zielt das Konzept der Queer-Theorie keineswegs auf den Abbau der Diskriminierung Homosexueller, Bisexueller oder die Akzeptanz von Vielfalt innerhalb der beiden Geschlechter. Vielmehr nimmt es einen grundlegenden Blickwinkelwechsel im Verständnis von Mensch, Geschlecht und Sexualität vor.

Kerngedanken der Queer-Theorie

Um Philosophen wie Foucault, Butler, Sedgwick, Rubin, Derrida und andere entstand die Idee, jede (ja tatsächlich auch stattfindende) Diskriminierung rund um Geschlecht, soziale Rollen, Stereotype und Sexualität – den ihrer Meinung nach „Ausdruck des binären heteronormativen Patriarchats“ – durch sogenannte Dekonstruktion5 abzuschaffen.

Hier ein paar prägende Kerngedanken, wenngleich ich jedes Kopfschütteln dazu als intellektuelle Reife werte. Und keine Sorge, wenn etwas unverständlich sein sollte: Im nächsten Abschnitt versuche ich zu übersetzen. (Manchmal glaube ich ja, dass diese Gruppe sich extra so kompliziert ausgedrückt hat, damit nicht gleich offensichtlich wird, worauf sie hinauswill.) Also:

Michel Foucault

erklärte in „Der Wille zum Wissen“ (1976), Sexualität sei kein natürlicher Trieb, sondern ein historisches Konstrukt aus Diskursen, Institutionen und Machttechniken6. (Ich schätze, diese wirbellosen Tierchen, die man Plattwürmer nennt, haben Foucaults Theorien über Machtasymmetrien etwas zu wörtlich genommen. Dort ist Sexualität kein historischer Diskurs des 19. Jahrhunderts, sondern ein physisches Degenduell, bei dem der Verlierer die „Machttechnik“ des Eiertragens aufgezwungen bekommt. Vermutlich ein klarer Fall von biologistischer Biopolitik im Schlamm7…)

Leo Bersani

formulierte im Essay „Is the Rectum a Grave“ (1987) im Rahmen der Aidskrise „Sexualität ist sozial dysfunktional, insofern sie Menschen zusammenbringt, nur um sie in eine selbstzerstörerische und solipsistische Jouissance zu stürzen, die sie wieder voneinander trennt.“8 (Nun gut, vielleicht entspringt das seiner Erlebniswelt im Ausleben seiner bevorzugt ausgelebten Sexualpraktiken, diese „Fixierung auf die eigene Bedürfnisbefriedigung, in der man den anderen ausschließlich als Werkzeug, als Objekt, wahrnimmt“. Meiner nicht.)

Judith Butler

trieb es in „Gender Trouble“ (1990) mit der „Dekonstruktion“ von Materie auf die Spitze: Wenn der unveränderliche Charakter des biologischen Geschlechts bestritten wird, sei „sex“ ebenso kulturell konstruiert wie „gender“; Geschlecht entstehe performativ durch wiederholte Akte, nicht aus einer Essenz.“9 (Alles klar? Nein? Wie auch … Es ist, als behaupte man, die Speisekarte selbst erzeuge das Essen: Wiederholte Benennung und Inszenierung sollen das biologische Geschlecht ebenso hervorbringen wie soziale Rollen – obwohl Körper, Gameten und Fortpflanzung wie Fleisch, Gemüse und auch Teller völlig unabhängig von der Speisekarte schon da sind.)

Teile der queeren Theoriebildung stellen übrigens auch Altersgrenzen und Konsensfähigkeit infrage. Ich sage: Wo Kindheit und Einwilligungsfähigkeit als aushandelbare Grenzen dargestellt werden, geraten Schutzregeln ins Wanken – eine konsequente, aber hochproblematische Anwendung derselben Methode, die von Teilen der „queeren Community“ geleugnet wird10. Aber weiter mit der Methode:

Jacques Derrida

lieferte mit seiner Idee der Dekonstruktion die Methode: Binäroppositionen (wie männlich/weiblich, homosexuell/heterosexuell, schwarz/weiß) seien grundsätzlich hierarchisch und instabil. Sein „Il n’y a pas de hors-texte“ („Es gibt kein Außerhalb des Textes“) postuliert, dass jede Art von Bedeutung lediglich durch Differenzen und ständigen Aufschub vermittelt sei, sich also nie endgültig und präsent, sondern immer nur vorläufig und in Abgrenzung ergäbe.

Ein Beispiel: Ein knallrotes Kleid auf einer Hochzeit ist nicht aus sich selbst heraus „provokant“ oder „unpassend“. Die Bedeutung entsteht nur im Unterschied (Differenz) zum weißen Kleid der Braut und den unauffälligen Farben der anderen Gäste. Was bedeutet „unpassend“ in diesem Kontext? Um das zu erklären, müsse man auf andere Begriffe verweisen: „Tradition“, „Aufmerksamkeit“ oder „Respekt“. Jedes dieser Wörter braucht wieder neue Wörter zur Erklärung. Die endgültige, feste Bedeutung wird immer weiter aufgeschoben. „Kein Außerhalb des Textes“: Die Situation ist kein reines, nacktes Ereignis. Sie funktioniert wie ein „Text“ aus sozialen Regeln, Modetrends und historischen Erwartungen. Selbst die Empörung der Gäste ist kein „reines Gefühl“, sondern das Ergebnis dieser gelernten, sprachlich vermittelten Kultur. Es gibt keinen Sinn außerhalb dieses Systems.

Das mag für manche ein neuer Gedanke sein, diese Bezüge und der Wandel und der Kontext. Für ihn bedeute es aber mehr: In „Choreographies“ (1982) träumte er von Sexualität „…jenseits der binären Differenz, die den Anstand aller Codes regiert, jenseits der Opposition feminin/maskulin… jenseits von Homosexualität und Heterosexualität.“11

Ich möchte an dieser Stelle kurz daran erinnern: Es mussten Unmengen an Bäumen sterben, damit diese Dinge zu Papier gebracht werden konnten. Die Unmengen an Sekundärliteratur und Essays und weiteren Ergüssen zu diesen bahnbrechenden Ideen hinzugerechnet.

Die queere Grundannahme der vermeintlichen Befreiung

Die Zusammenfassung: Geschlecht und Sexualität sollen also mit „queer“ systematisch dekonstruiert werden – sprachlich, sozial, juristisch, materiell. Binäre Kategorien werden nicht als Beschreibung einer Realität verstanden, sondern ausschließlich als Machtinstrumente. Geschlecht soll in der Folge zur rein subjektiven und selbstbestimmten Kategorie werden, der Körper ist dabei nachrangig oder selbst bloße Konstruktion.

Die vereinfachte Annahme lautet: Rollenbilder, Erwartungen und binäre Kategorien wie hetero/homo und weiblich/männlich erzeugen Einschränkungen, Bewertung und Abwertung – und damit Diskriminierung. Löst man diese Binaritäten auf und denkt alles in fluiden Spektren und überlässt sie der Selbstaussage, verschwinden Machtstrukturen und damit die Diskriminierung.

Der Gedanke, dass die Queer-Theorie Machtstrukturen zum Verschwinden bringen und die allgegenwärtigen Diskriminierungen beenden würde, macht sie für Linke und grüne Sozialromantiker so unwiderstehlich attraktiv. Ihr Problem ist, dass sich die Realität nicht einfach so beugen lässt. Und über die geforderte Unterwerfung im Denken, Sagen und Tun neue Machtstrukturen entstehen.

Denn: Was im ersten Moment in Teilen verwirrend, aber auch befreiend wirkt, wird im zweiten kompliziert. Es gibt ja tatsächliche Binaritäten (etwa das Geschlecht). Es gibt Dinge, die wir nicht wertfrei betrachten dürfen (etwa Pädokriminalität), und für das gemeinsame Aushandeln brauchen wir eine Sprache, die jeder versteht. Bei allen drei Punkten schafft die Queer-Theorie mehr Probleme, als sie löst.

„Queer“ ist also mehr als Haltung zu verstehen und weniger als individuelle Identität: Es geht um die Verweigerung stabiler Zuordnungen und um die permanente Infragestellung von Normen und materiellen Realitäten. Sprache, Schulen, Medizin, Recht, Sport und Räume müssen nach dieser als progressiv bezeichneten Vorstellung umgebaut werden, eben, damit keine Binaritäten zurückbleiben. Wer sich dieser Denkart verweigert, stützt angeblich „Patriarchat oder Heteronormativität“.

Nemos Lied „Breaking the code“ und seine Selbstbezeichnung als „nicht-binär“ waren mithin nicht einfach nur ein weiterer Beitrag zum ESC, sondern ein international gefeiertes „queeres Bekenntnis“.
Allein die Verwendung des Begriffs „queer“ ist – oft unbemerkt – ein politisches Statement zu diesem grundlegenden Gesellschaftsumbau, der bereits in vollem Gange ist. Denn diese Theorie bleibt nicht abstrakt, sondern wird bereits mit großen Mengen an Steuergeldern in Aktionspläne, Sprachregelungen, Bildungspläne, medizinische Leitlinien, Antidiskriminierungsmaßnahmen und Selbstbestimmungsgesetze umgesetzt.

Sprache und Selbstidentifikation

Die Sprache ist zentral.

Begriffe wie Frau, Mann, lesbisch, schwul, Geschlecht, sogar Mutter oder Vater sind kaum noch ohne Missverständnis verwendbar. Statt definierter Begriffe gilt die Selbstdefinition: Frau ist, wer sagt, er sei eine. Nicht eine biologische Definition, sondern das Gefühl legt die Bedeutung fest. Die wiederum die neue Norm ist. Wer das Verwirrspiel nicht mitmacht, ist feindlich. Wer sich nicht selbst als „queer, trans oder nichtbinär“ definiert, fällt als opt-out-Option zunächst in die vermeintlich rückständige Kategorie „cis“. Besonders perfide: Man verwendet dieselben Worte, die in der breiten Öffentlichkeit klare Bedeutungen haben, meint aber längst das „queere Selbst“. Man redet von „allen Frauen“ und schließt damit Männer mit ein. Man redet z.B. von Homosexuellen, meint aber selbstidentifizierte Empfindungen, denn „queer“ löst auch die sexuelle Orientierung auf: Homosexualität mit dem Bezug auf das gleiche Geschlecht gilt als rückständiges Überbleibsel der binären Ordnung. Eine Lesbe, die keinen Penis will, wird zur „genitalen Chauvinistin“ erklärt, Homosexualität soll der Fluidität weichen, während weite Teile der Bevölkerung noch glauben, sie würden sich mit der Forderung nach „queeren Rechten“ für Homosexuelle einsetzen.

Wenn z. B. Alice Weidel, eine lesbische Frau, 2023 im Sommerinterview sagt, sie sei nicht „queer“, ist das eine nachvollziehbare Verweigerung der queer-ideologisch getriebenen Bewegung. Dass ihre Position ironischerweise als Homophobie umgedeutet wurde und sie selbst zur „nützlichen Idiotin“ abgestempelt wurde12, zeigt, wie wenig Hintergrundwissen selbst bei den Verfechtern von „queer“ vorhanden ist, für die „queer“ eben ein politisches Bekenntnis zu „ihrer Community“ ist.13

Konkrete gesellschaftliche Auswirkungen

Aus „queerer“ Haltung entsteht Zwang.

Als Erstes ist der Sprachzwang und seine Folge zu nennen: Schon die Verwendung des Begriffs „Frau“ als Bezeichnung für weibliche erwachsene Menschen, macht zur „Terf“ (transexkludierende Radikal-Feministin; Terf ist Abkürzung und Schimpfwort zugleich), also einer Person, die in den Augen der Queer-Theorie-Vertreter transfeindlich ist, weil sie angeblich sogenannte Transpersonen ausschließen würde. Radikal-Feminismus14 richtet sich in seiner Betrachtung auf die materielle Realität und das Erleben von Frauen. Natürlich exkludiert er in seiner Betrachtung Männer. Auch die, die sich in ihrer Selbstaussage zu Frauen erklären. Ein No-Brainer.

Kindern biologische Realität zu benennen, gilt als „hetero-normative Gewalt“, man wirbt für „gendersensible Erziehung“15. Die Neo-Pronomen-Erzwingung und das Framing biologischer Fakten als „Hass“ sind am Ende nichts als ideologische Disziplinierungen. Sie finden in zahllosen „gendersensiblen Workshops“ und selbst im ÖRR mit vermeintlichem Werben um Inklusion und Hinweisen auf „Queerfeindlichkeit“ statt.

Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen wird durch die ideologische Brille betrachtet: Pubertäres Unbehagen wird als „Transsein“ interpretiert statt als Entwicklungsphase, Trauma oder Hadern mit der eigenen Homosexualität. Kinder und Jugendliche werden mit der vermeintlichen „Bildungsarbeit“ gezwungen, sich mit einer „queeren“ Sicht auf sich selbst auseinanderzusetzen. Begonnen mit der Frage nach den bevorzugten Pronomen. Sie müssen beantworten, als was sie sich „identifizieren“, statt einfach zu sein. Sich unbeschwert und frei von Schubladen, Stereotypen, Labeln und der „Lesart“ anderer zu entwickeln, wird ihnen genommen.

Sozial öffnen sich Frauenräume, Sport, Gefängnisse und Toiletten der Selbstidentifikation. Biologische Männer gewinnen in Frauensportkategorien; Sexualstraftäter wechseln den Personenstand. Kinder lernen, der Körper sei optional. Die steigenden Zahlen bei Mädchen, die sich als Jungen fühlen, gelten als Sichtbarkeit statt als problematisches soziales Phänomen. Und durch die Kriminalisierung des Widerspruchs fühlen sich viele genötigt, sich unterzuordnen.

Juristisch folgt der Personenstand mit dem Selbstbestimmungsgesetz bereits dem Gefühl, statt die objektive materielle Realität zu beschreiben. Erfasst wird nicht mehr das Geschlecht, sondern eine ominöse „Geschlechtsidentität“16. Übrigens für alle.

Und jedes Benennen, jedes Hinterfragen, und jeder Widerstand wird nicht nur als feindlich diffamiert, sondern totalitär bekämpft. Wer nicht mitmacht, ist feindlich. Man fragt sich, wie eine angeblich weltweit marginaliserte schützenswerte Minderheit eine derart institutionalisierte Macht erlangen konnte. Die Antwort: sie haben alle bisherigen Strukturen mit manipulativer „inklusiver“ Rhetorik übernommen und entfalten darüber ihren Einfluss.

Fazit

„Queer“ ist intellektuelle Gedankenspielerei und hätte es bleiben sollen. Denn in der Realität entgrenzt sie, sie entmenschlicht und sie macht Diskurs unmöglich. Eigentlich Wahnsinn. Aber eben in der Methode systematisch: Der Mensch wird vom verkörperten, geschlechtlichen Organismus zum frei gestaltbaren Projekt rund um seine fluide Identität erklärt.

Frauen verlieren Schutzrechte, Kinder werden Experimentierfelder, Homosexualität und Schutzgrenzen werden relativiert – im Namen der Befreiung von vermeintlichen Normen, die durch neue ersetzt werden, die wiederum totalitär durchgedrückt werden. Tatsächliche Diskriminierung, z. B. die von Frauen oder Homosexuellen, wird unsichtbar, neue wie „Misgendern“ oder das Ausschließen von Männern aus dem Frauensport als „Transphobie“ werden geschaffen. Sexistische Rollenstereotype („Frauen tragen Kleider und Lippenstift, haben lange Haare“ usw.) werden als Identitäten verkauft, mentale und psychische Probleme werden unsichtbar und mit plastischer Chirurgie fixiert.

Am Ende aber bleibt trotzdem die materielle Realität: Frauen bekommen die Kinder, Männer produzieren Sperma. Die „queere Dekonstruktion“ versagt hier – und übrigens auch sonst. Denn Sprache muss der Verständigung dienen. Wir brauchen klare, handhabbare Regeln – im Sport, in Räumen, im Recht.

Die Queer-Theorie pervertiert das, indem sie Männern zugesteht, sich selbst als Frau zu bezeichnen und damit Frauen sogar verunmöglicht, über ihre Bedürfnisse überhaupt zu sprechen. Denn bei sexualisierter Gewalt an Frauen, Ausbeutung in Porno-, Prostitutionsindustrie und Leihmutterschaft bleibt die Analyse klar: Die Diskriminierung der Frau entsteht durch die Objektifizierung und den Anspruch von Männern auf ihre Körper, Reproduktion und die Befriedigung eigener Bedürfnisse an ihm.

Männer sind keine Frauen. Menschen können ihr Geschlecht nicht wechseln. Lesben haben keinen Penis. Evidenzlose invasive Eingriffe sind ein medizinischer Skandal. Kinder werden nicht in falsche Körper geboren und sind nicht konsensfähig.

Ich möchte mit Begriffen, die jeder versteht, über all diese Dinge reden. Ich lehne dieses „queere“ Konzept vollumfänglich ab und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, weite Teile der Bevölkerung seien einer Art Massenpsychose erlegen, in der sie geradezu willenlos absurden Dogmen und Mantren folgen.

Ich verweigere mich dem „queeren“ Sprachdiktat, das wie ein Umerziehungslager in der Etablierung einer bizarren totalitären Dystopie wirkt. Ich mache auf die Logikbrüche und Fehlannahmen und sowohl individuellen als auch gesellschaftlichen Konsequenzen aufmerksam. Ich fordere von anderen – und vor allem auch Politikern – zu reflektieren, um was es hier wirklich geht. Und sich entsprechend zu positionieren.

Und deshalb bin ich nicht nur nicht „queer“, sondern „anti-queer“.


Quellen:

  1. Nemo Song und Text Breaking the Code https://www.eurovision.de/news/Songtext-Nemo-The-Code,lyrics734.html ↩︎
  2. William Shakespeares Hamlet (2. Aufzug, 2. Szene) ↩︎
  3. https://reitschuster.de/post/nichts-genaues-ueber-das-geschlecht-weiss-man-nicht/ ↩︎
  4. Queertheorie – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Queer-Theorie ↩︎
  5. Dekonstruktion – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Dekonstruktion ↩︎
  6. Michel Foucault „The History of Sexuality“ https://archive.org/details/foucault-the-history-of-sexuality-volume-1 ↩︎
  7. Fokus Plattwürmer https://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/extreme/top-ten-der-kuriosen-fortpflanzungswege-platz-2-plattwuermer-und-das-penisfechten_id_4914230.html ↩︎
  8. Leo Bersani „Is the Recutm a Grave“ https://archive.org/details/isrectumgraveoth0000bers ↩︎
  9. Judith Butler, Auszüge u. a. Bei Claremont Pressbooks und https://archive.org/details/gendertroublefem0000butl ↩︎
  10. Prof Derrick Jensen und sein viraler Clip „Queer Theory Jeopardy“ https://www.youtube.com/watch?v=PJsf5QY12rg ↩︎
  11. Jacques Derrida: Interviews, 1974–1994 Stanford University Press, 1995), S. 89 ff.
    (Archive.org-Eintrag zum Buch: https://archive.org/details/pointsinterviews0000derr) ↩︎
  12. TAZ Die Antiqueerte https://taz.de/Homopolitik-der-AfD/!6022333/ ↩︎
  13. Leonie Löwenherz über Alice Weidel https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/queere-community-alice-weidel-ist-nicht-queer-warum-diese-aussage-stimmt ↩︎
  14. Victoria Feuerstein Radikalfeminismus https://blogs.feministwiki.org/feuerstein/terf/#Radfem ↩︎
  15. Worskshop „Gendersensible Erziehung“ der KindergartenAkademie https://www.kindergartenakademie.de/kurse/gendersensible-erziehung/ ↩︎
  16. Gesetze im Internet Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag (SBGG) https://www.gesetze-im-internet.de/sbgg/__1.html ↩︎

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Artikel von

  • Wundertussi

    In ihrer Kolumne geht die auf X bekannte Wundertussi ihrer Leidenschaft nach: Die kafkaesken gesellschaftlichen Entwicklungen rund um das Thema "Frau" zu kommentieren. Sie malt ihre Texte mit Analogien, Metaphern und manchmal schlicht mit brutaler Klarheit. Sie wundert sich nicht, sie ärgert sich. Und so ärgert es sie auch, dass sie ihre wahre Identität nicht preisgeben kann, ohne reale Risiken einzugehen.

    Wundertussi (@wundertussi) auf X

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