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Der Islam und seine Einstellungen

Wie sieht der Islam die Nichtmuslime?

Dr. T. Costas erklärt in diesem Artikel anhand von Originaltexten aus dem Koran, warum Menschen, die nicht dem muslimischen Glauben angehören, vom Islam verachtet, sogar belogen werden dürfen und warum die eurozentristische Sicht auf den Islam mindestens naiv ist.

„Den Islam“ gibt es schon

Die Anwendung der Nominalgruppe „der Islam“ wird abgelehnt. „Den Islam gibt es nicht!“, heißt es. Doch Aussagen wie „Der Islam ist eine Friedensreligion“ oder „Der Islam ist tolerant“ werden problemlos akzeptiert.1 Wenn es „den Islam“ nicht gibt, dann müssen wir uns fragen, ob es „das Christentum“ oder „das Judentum“ oder „den Kommunismus“ auch nicht gibt.2 Religionen und Ideologien sind im Wandel. Nichtsdestotrotz, so der Althistoriker Egon Flaig, „bewahren sie oft sehr lange distinktive Züge, mit denen sie sich abgrenzen […]“3

Europa baut seine Islampolitik immer noch in der tragischen Selbsttäuschung, dass sich der Koran-treue Islam ohne Weiteres in die nicht muslimische Gesellschaft integrieren darf und will. Diese Selbsttäuschung basiert auf der falschen Annahme, dass im Islam einer nichtmuslimischen Gesellschaft derselbe Wert wie der muslimischen Gemeinschaft beigemessen werde. Eine Auseinandersetzung mit den islamischen Quellen wirft ein aufschlussreiches Licht darauf, wie der Islam die Nichtmuslime sieht und erklärt zumindest teilweise, warum die Integration scheitert.

Muslime und Kuffār

Der Islam teilt die Menschheit in Muslime und Nichtmuslime, ein Dualismus, der „eine fundamentale ideologische und politische Grundlage […]“4 dieser politischen Religion bildet. (Übersetzung der Verfasserin) Die deutschen Übersetzungen des Koran bezeichnen die Nichtmuslime als Ungläubige, ein Terminus, der auf die intolerante Einstellung hinweist, dass aus islamischer Sicht ausschließlich der muslimische Glaube als Glaube zu bezeichnen ist. Der Begriff Ungläubige gibt aber die stark abwertende Bezeichnung der Nichtmuslime des arabischen Originals nicht getreu wieder. Im Original werden die Nichtmuslime Kuffār, (Pluralform von Singular Kāfir) bezeichnet, ein Begriff, der „Verschleierer“5 oder „der die Wahrheit des Islam verschleiert“6 bedeutet und über den der Islamforscher Bill Warner sagt, er sei „das beleidigendste, das am meisten mit Vorurteilen beladene und hasserfüllteste Wort in der arabischen Sprache“7. Im Deutschen beinhaltet das Wort ebenfalls diese abwertende Komponente und so hat das Oberlandesgericht Karlsruhe bestätigt, dass die Bezeichnung eines Menschen als Kāfir eine Beleidigung (§185 StGB) darstellen kann.8

Kuffār ist die von dem archaischen Stammesgott Allah im Koran benutzte Bezeichnung für die Nichtmuslime und damit sind alle Menschen gemeint, die sich dem Islam nicht unterwerfen: Christen, Juden, Agnostiker, Atheisten, Buddhisten, etc.9 Die Menschengruppe der Kuffār wird von Allah verachtet. Er spricht ihnen ihre Menschenwürde ab: „Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben.“10 Der Islamforscher Robert Spencer kommentiert diese Sure, wie folgt: „Diese Gleichsetzung von Ungläubigen mit Tieren ist ein weiteres Indiz dafür, dass Ungläubige keinerlei Respekt oder Rücksichtnahme verdienen.“11 (Übersetzung der Verfasserin) In Sure 98: 06 ist zu lesen: „Sie sind die schlechtesten der Geschöpfe.“12 Allahs Verachtung der Kuffār zieht sich durch den ganzen Koran. Er verdammt und verflucht sie mehrmals.13 In mehreren Koransuren betont er, dass er die Kuffār nicht liebt, wie z. B. in Sure 3: 32: „Allah liebt nicht die Ungläubigen.“14 Der Autor Hartmut Krauss legt dar, dass „die allseitige und systematische Bedrohung, Herabsetzung, Entwürdigung, Beleidigung, Schmähung etc. der Ungläubigen das herausragende Kernthema in den Grundtexten der islamischen Weltanschauung“15 ist.

Da die Nichtmuslime für den Stammessgott Allah „schlimmer als das Vieh“ sind, akzeptiert der Islam „keine Gleichberechtigung von Muslimen und Nichtmuslimen, sondern enthält die kategorische Forderung nach Unterordnung/Unterwerfung der Anders- und Nichtgläubigen.“16 Somit, so der Autor weiter, steht der Islam „in einem radikalen Gegensatz zu Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen (1948)17: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. […].18 Und Krauss betont: „Eine solche grundsätzliche zwischenmenschliche Gleichheit ist dem orthodoxen Islam wesensfremd.“19

Der Muslim muss hassen, was der Stammesgott Allah hasst

Der Stammesgott Allah und sein Prophet stellen das zu befolgende Vorbild für den Muslim dar. Koran-treue Muslime müssen wie Allah und sein Prophet handeln. Diese Haltung stellt ein Grundprinzip der islamischen Ethik dar: „Al Walaa wa al Baraa“ oder„Loyalität und Lossagung“20. Der Autor Bill Warner erklärt das Prinzip so: „Ein Moslem soll das hassen, was Allah hasst, und lieben, was Allah liebt. Allah hasst den Kafir, daher muss ein Muslim auch entsprechend handeln.“21 Dazu unterstreicht Sure 48: 29: „Muhammad ist der Gesandte Allahs, und seine Anhänger sind strenge wider die Ungläubigen, barmherzig untereinander.“22 Diese Worte werden von dem Islamkenner Robert Spencer wie folgt kommentiert: „Rücksichtslosigkeit oder Härte gegenüber Ungläubigen ist ein Zeichen der Hingabe an Allah.“23 (Übersetzung der Verfasserin)

Dazu verordnet der Koran, dass der Muslim sich nicht mit Nichtmuslimen anfreunden soll. Das kommt in Sure 3: 28 zum Ausdruck: „Nicht sollen sich die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen, unter Verschmähung der Gläubigen.“24 Und der bedeutende Koranexeget Ibn Kathir erklärt diesbezüglich: „Allah hat Seinen gläubigen Dienern untersagt, Unterstützer der Ungläubigen zu werden oder sie – anstelle der Gläubigen – als Gefährten anzunehmen, mit denen sie Freundschaften schließen.“25 (Übersetzung der Verfasserin)

Die Kuffār müssen bekämpft werden

Da der Stammesgott Allah die Kuffār verachtet, gibt er seinen Unterworfenen (den Muslimen) den Auftrag, sie zu bekämpfen und zu unterwerfen. Diese Bekämpfung und die darauffolgende Unterwerfung heißt Dschihad (Djihad)26 und stellt im Islam eine Pflicht dar, wie der Ex-Muslim und ehemalige Professor für Islamische Geschichte an der Al-Azhar Universität in Kairo, Mark A. Gabriel hervorhebt: „Den Djihad finden wir im Koran als einen zwingenden Befehl an alle Muslime vor. Im Djihad geht es darum, Menschen, die den Islam nicht annehmen, zu unterwerfen.“27 Der Stifter des Islam lebte den gläubigen Muslimen den Dschihad vor. Wie er damals, müssen wir heute, wie der Theologe Eberhard Kleina betont, „endlich zur Kenntnis nehmen, dass Allah seinen Anhängern den Auftrag erteilt hat, die gesamte Welt seiner Herrschaft zu unterwerfen“.28

Die freundlichen Stellungnahmen der Islamvertreter über die Nichtmuslime

Während der Stammesgott Allah die Nichtmuslime verachtend als Kuffār bezeichnet und sie als „die schlechtesten der Geschöpfe“ kennzeichnet, unterstreichen die Islamvertreter, dass der Islam diese Menschengruppe respektvoll „Andersgläubige“ nennt. So äußert sich beispielsweise der „Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V. (ZMD)“ bezüglich der Nichtmuslime: „Der Islam betrachtet die Mitglieder anderer Glaubensgemeinschaften nicht als Gottlose oder Heiden, sondern bezeichnet sie als Andersgläubige und regelt den Umgang mit ihnen auf der Basis des Respekts und der Hochachtung und nicht auf der Basis der Gegnerschaft und Feindschaft.“29 Es fällt auf, dass die Islamvertreter betonen, der Islam beziehe sich auf die Nichtmuslime nicht mit abwertenden Begriffen, als wollten sie Ungläubige davon überzeugen, dass der Islam sie nicht Kuffār nennt. Während Allah sich immer wieder respektlos über die Kuffār äußert und ausdrücklich verordnet, dass sie bekämpft werden müssen, betonen die Islamvertreter, dass der Islam dieser Menschengruppe respektvoll und freundlich gegenübersteht.

Es wäre unislamisch, dass die Islamvertreter über die Kuffār anders denken als der muslimische Stammesgott Allah im Koran es tut. Doch Verachtung kann als Respekt maskiert werden. Insofern weist die Ex-Muslimin und Islamkennerin Sabatina James darauf hin, dass der Muslim sich verstellen darf:30 „Befindet sich ein Muslim unter der Macht der Ungläubigen oder fürchtet sich gar vor ihnen (Sure 3: 28), darf er sich verstellen. In diesem Fall ist es ihm sogar gestattet, sich mit den Ungläubigen zu befreunden, sich bei ihnen einzuschmeicheln oder sie zu loben. Er sollte sie dann nur innerlich verabscheuen und hassen.“31 Der Islamexperte Udo Ulfkotte betont diesbezüglich, dass die „Taqiyya“ (Lüge, Täuschung) benutzt wird, „um Integrationswillen und Dialogbereitschaft vorzutäuschen“32. Aus ethischer Sicht ist diese Lüge gerechtfertigt, wie einer der prominentesten Lehrer des Islam, Al-Ghazzali, anmerkt: „Wisse, dass die Lüge nicht falsch ist. Wenn eine Lüge der einzige Weg ist, ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist sie erlaubt. Daher müssen wir lügen, wenn die Wahrheit zu einem unangenehmen Ergebnis führt.“33


Quellen

  1. Heiko Heinisch, Nina Scholz: Europa, Menschenrechte und Islam – ein Kulturkampf? 2012, S. 20 ↩︎
  2. Siehe Egon Flaig: Djihad und Dhimmitude, 18.12.2016 https://open-speech.com/threads/549455-Egon-Flaig-Essay-Djihad-und-Dhimmitude-%28Kopie-vom-Originaltext%29; siehe auch Heinisch, Scholz: Europa, Menschenrechte und Islam, S. 19 ↩︎
  3. Flaig: Djihad und Dhimmitude, 18.12.2016 ↩︎
  4. Bat Ye´or: Islam and Dhimmitude: Where Civilizations Collide, 2002, S. 197: „a fundamental ideological and political basis […]“ ↩︎
  5. Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime, 2015, S. 34 ↩︎
  6. Ebda. ↩︎
  7. Ebda. ↩︎
  8. Siehe https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/document/NJRE001403630 ↩︎
  9. Warner: Scharia für Nicht Muslime S. 34 ↩︎
  10. Der Koran, Übersetzung von Max Henning, 1960, 2023, Sure 8: 55; siehe auch Suren 47: 12  und 5: 60 ↩︎
  11. Robert Spencer: The Critical Qur´an: Explained from Key Islamic Commentaries and Contemporary Historical Research, 2021, S. 129; „This equation of unbelievers with animals is another indication that unbelievers are worthy of no respect or consideration.“ ↩︎
  12. Der Koran, Übersetzung von Max Hennin ↩︎
  13. Siehe beispielsweise Sure 2: 89. ↩︎
  14. Der Koran, Übersetzung von Max Henning; siehe auch Sure 2: 276 ↩︎
  15. Hartmut Krauss: Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung: Ein analytischer Leitfaden, 4. Aufl. 2014, S. 43 ↩︎
  16. Ebda., S. 42 ↩︎
  17. Ebda. ↩︎
  18. https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/Weitere_Publikationen/Broschuere_70_Jahre_AEMR_01.pdf ↩︎
  19. Krauss: Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung, S. 43 ↩︎
  20. Einige deutsch-islamische Webseiten veröffentlichten eine deutsche Übersetzung von „Loyalität und Lossagung im Islam“ des Gelehrten Scheikh Al-Fawzaan, der dieses Dogma so erklärt: „Es gehört zu den Fundamenten des islamischen Glaubens, dass es die Pflicht eines jeden Muslims ist, der diesen Glauben als seine Religion ansieht, den Anhängern diesen Glaubens Loyalität und Freundschaft und seinen Feinden Feindschaft entgegenzubringen.“ In: Scheikh Saalih ibn Fawzaan Al-Fawzaan: Loyalität und Lossagung im Islam, Übersetzt und überarbeitet von:
    Islamhouse.com, https://www.islamland.com/uploads/books/de_Loyalty_towards_the_Believers_and_Disavowal_of_the_Disbeliever.pdf, S. 3 ↩︎
  21. Warner: Scharia für Nicht-Muslime, S. 36 ↩︎
  22. Der Koran, Übersetzung von Max Henning ↩︎
  23. Robert Spencer: The Critical Qur´an, S. 363; „Ruthlessness or harshness toward unbelievers is a sign of one´s devotion to Allah.“ ↩︎
  24. Der Koran, Übersetzung von Max Henning ↩︎
  25. Robert Spencer: The Critical Qur´an, S. 46; „Ibn Kathir states: „Allah prohibited His believing servants from becoming supporters of the disbelievers, or to take them as comrades with whom they develop friendships, rather than the believers.“ ↩︎
  26. Anmerkung: Für den Begriff „Dschihad“ verwenden wir diese Schreibweise, es sei denn, in den zitierten Quellen wird der Terminus als „Djihad“ wiedergegeben. ↩︎
  27. Mark A. Gabriel: Islam und Terrorismus: Was der Koran wirklich über Christentum, Gewalt und die Ziele des Djihad lehrt, 3. Aufl. 2005, S. 55 ↩︎
  28. Eberhard Kleina: Frauen im Islam und ihre von Allah erlaubte Unterdrückung, 2019, S. 49; siehe auch Bernhard Lewis: Die Wut der arabischen Welt: Warum der jahrhundertelange Konflikt zwischen dem Islam und dem Westen weiter eskaliert, 2. Aufl. 2004, S. 33; siehe auch Bat Ye´or: Islam and Dhimmitude, S. 36 ↩︎
  29. Deutscher Bundestag: Islamische Organisationen in Deutschland, 2015, S. 11 ↩︎
  30. Sabatina James: Scharia in Deutschland: Wenn die Gesetze des Islam das Recht brechen, 2015, S. 64 ↩︎
  31. Ebda. ↩︎
  32. Udo Ulfkotte: Muslimische Flüchtlingsströme und der Geheimplan zur Eroberung Europas, in: Der islamische Totalitarismus, hrsg. von Michael Ley und Christian Zeitz, 1. Aufl. 2021, S. 49 ↩︎
  33. Harald Fiegl: Der Islam – ein Widerspruch zu unseren Gesetzen? in: Der islamische Totalitarismus, hrsg. von Michael Ley und Christian Zeitz, S. 172 ↩︎
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  • Dr. T. Costas unterrichtet an einer Bildungsinstitution. Insbesondere besorgt sie das Unwissen über und die Naivität der westlichen Gesellschaft gegenüber dem Islam. Sie möchte einen Beitrag zur Aufklärung leisten, denn Europas Identität steht auf dem Spiel und die Europäer werden sich nur verteidigen können, wenn sie rechtzeitig erkennen, was der wahre Islam predigt. Nicht zuletzt versucht Dr. Costas, auch in den Muslimen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass der Islam keinen Frieden mit der nichtmuslimischen Welt verkündet und auch ihre Rechte einschränken könnte.

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