Wir beantragen Auflagen gegen die nächste Leihmutter-Messe in Köln
Antrag an die Stadt Köln – und Klage, falls sie ablehnt
Wir machen wieder Ernst. Am 20. Juli 2026 stellen wir über unseren Anwalt Dr. Jonas Jacob (Kanzlei Frowein & Partner) einen förmlichen Antrag an die Stadt Köln. Unser Ziel: Die für den 17./18. Oktober 2026 geplante Messe „Wish for a Baby“ darf, wenn überhaupt, nur mit klaren, vollziehbaren Auflagen stattfinden, die jede Vermittlung und Anbahnung von Leihmutterschaft unterbinden. Der Anlass für diesen Schritt liegt wenige Monate zurück: Im Dezember 2025 hat das Oberverwaltungsgericht NRW klargestellt, dass die Verbote von Leihmutterschaft und Eizellspende konkrete Frauen und Kinder in ihren Rechten schützen können (Az. 4 B 1242/25). Damit ist der Weg frei, mit betroffenen Klägerinnen gegen solche Messen vorzugehen – und genau diese Klägerinnen haben wir jetzt.
Wir müssen damit rechnen, dass die Stadt den Antrag ablehnt; einen gleichlautenden Eilantrag hatte sie bereits im Oktober 2025 abgelehnt. Für diesen Fall sind wir vorbereitet und legen mit einer vorbeugenden Feststellungsklage vor dem Verwaltungsgericht Köln nach – gemeinsam mit betroffenen Frauen, darunter Olivia Maurel, die selbst durch eine Leihmutterschaft geboren wurde und heute Sprecherin der Casablanca-Erklärung ist. Wir wollen Geschäft der Messen unterbinden, denn für uns klar, dass hier gezielte Werbung und Anbahnung für ein Milliardengeschäft stattfindet, das Frauen zu Brutmaschinen und Babys zur Handelsware macht.
Zur Einordnung für Juristinnen und Juristen: Ursprünglich hatten wir überlegt, im Nachgang zu den Messen „Wish for a Baby“ in Köln 2025 und „Wish for a Baby“ 2026 in Berlin unsere Klage als sogenannte Fortsetzungsfeststellungsklage zu erheben, um gerichtlich feststellen zu lassen, dass die Messen rechtswidrig waren und dementsprechend nicht hätte genehmigt werden dürfen. Nun gehen wir anders vor – mit einem vorbeugenden Antrag auf Auflagen gegen die Messe „Wish for a Baby“ im Oktober 2026 in Köln und, bei Ablehnung, mit einer Feststellungsklage, die die kommende Messe betrifft.
Was du jetzt tun kannst:
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Unser Dank gilt der EMMA, der Initiative „Lasst Frauen sprechen“, dem Netzwerk Frauenrechte und allen, die mit Spenden, Dokumentation, Mut und langem Atem beitragen.

