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Frauenheldinnen gegen Babyhandel

Frauenheldinnen gegen Babyhandel
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* aktualisiert am: 17. Juli 2026
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Frauenheldinnen gegen Babyhandel

Warum wir jetzt für Klagen gegen Leihmutterschaftsmessen sammeln

Seit Oktober 2025 gehen wir erstmals juristisch gegen Kinderwunschmessen wie „Wish for a Baby“ vor. Zuvor haben wir diese Veranstaltungen zusammen mit Lasst Frauen sprechen ausschließlich durch Proteste und Öffentlichkeit begleitet.
Auf den Messen werben internationale Anbieter offen für Leihmutterschaft und Eizellspende – Praktiken, die in Deutschland verboten sind. Was als „Information“ präsentiert wird, ist häufig gezielte Werbung und Anbahnung.

Unser rechtlicher Einsatz hat erste Wirkung gezeigt: Im Dezember 2025 hat das Oberverwaltungsgericht NRW klargestellt, dass die Verbote von Leihmutterschaft und Eizellspende konkrete Frauen und Kinder in ihren Rechten schützen können. Damit ist der Weg geöffnet, mit einer betroffenen Klägerin gegen solche Messen vorzugehen.

Jetzt gehen wir den nächsten Schritt.

Frauenheldinnen e. V. wird eine subjektiv betroffene Klägerin bei einer Fortsetzungsfeststellungsklage gegen die Stadt Köln unterstützen, um gerichtlich feststellen zu lassen, dass die Messe rechtswidrig war – und künftig unterbunden werden muss.

Dafür sammeln wir jetzt Spenden für unseren Rechtshilfetopf.
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Frauenkörper und Kinder nicht zur Ware werden.

FAQ: Warum wir gegen die „Wish for a Baby“-Messe vorgehen

Was ist das Problem mit der Messe?

Die Messe wird als neutrale Informationsplattform beworben, tatsächlich treten dort aber internationale Leihmutterschaftsagenturen wie Circle Surrogacy und Nordic Surrogacy auf, die ihre Dienste für deutsche Kundinnen und Kunden anpreisen und damit verbotene Leihmuttergeschäfte anbahnen. Damit wird gegen deutsches Strafrecht (§§ 13b–13d AdVermiG) und das Embryonenschutzgesetz (§ 1 ff. ESchG) verstoßen.

Was fordern Frauenheldinnen e.V.?

Wir haben bei der Stadt Köln beantragt, die Veranstaltung unverzüglich zu untersagen oder – falls nötig – mit sofort vollziehbaren Auflagen zu belegen, um alle surrogacy-bezogenen Inhalte und Anbieter auszuschließen.

Warum ist Leihmutterschaft in Deutschland verboten?

Leihmutterschaft bedeutet in der Praxis, dass Frauen aus wirtschaftlicher Not ihren Körper verkaufen müssen und Kinder zum Vertragsobjekt werden. Das traumatisiert Mutter wie Kind. Außerdem erforderlich werden schädliche Praktiken wie Eizellspende und Hormonbehandlung. Das deutsche Recht schützt Frauen und Kinder ausdrücklich vor dieser Kommerzialisierung.

Wie steht die internationale Gemeinschaft dazu?

Die Vereinten Nationen bezeichneten Leihmutterschaft 2025 in einem Bericht der Sonderberichterstatterin Reem Alsalem als eine Form der „modernen Sklaverei“, die weltweit verboten werden müsse: UN-Sonderberichterstatterin fordert Ächtung von Leihmutterschaft

UN-Bericht: https://docs.un.org/en/A/80/158 .

Gab es auf früheren Messen bereits problematische Anbieter?

Ja. 2023 trat dort ein Anbieter auf, dessen Klinikleiter wegen Menschenhandels mit Leihmüttern angeklagt wurde. Das zeigt, dass solche Veranstaltungen reale Gefahren bergen und dringend gestoppt werden müssen.


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