Offener Appell an die CDU-Frauen Union
Stoppen Sie den Babykauf!

Im Februar 26 bekräftigte die Union – auf Antrag der Frauen Union – das Leihmutterschaftsverbot. Angesichts von Jens Spahns bei BILD publiziertem Babykauf nehmen die Frauenheldinnen mit Eva Engelken die Gesundheitsministerin beim Wort. Ihr Appell: Nina Warken mit Protestbriefen fluten. Waschkörbeweise.
Offener Brief
An die Frauen Union der CDU Deutschlands
z. Hd. der Bundesvorsitzenden Nina Warken MdB, zugleich Bundesministerin für Gesundheit
nachrichtlich an die Frauen der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag
Mönchengladbach, 16. Juli 2026
Sehr geehrte Frau Warken, sehr geehrte Damen,
auf Ihren Antrag hin hat die CDU auf dem 38. Parteitag am 20./21. Februar 2026 in Stuttgart einen eindeutigen Satz beschlossen: Leihmutterschaft bleibt – auch in altruistischen Modellen – in Deutschland verboten, um Missbrauch, Ausbeutung und gesundheitliche Risiken für Frauen und Kinder zu verhindern. Es war die Frauen Union, die diesen Beschluss erkämpft hat.
Drei Monate später macht Ihr Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streeck seine Vaterschaft öffentlich; in dieser Woche folgt Ihr Fraktionsvorsitzender Jens Spahn, der bei BILD verkündet, dass sein Sohn von einer Leihmutter in den USA ausgetragen wurde. Beide sind führende Männer Ihrer Partei. Beide tragen das Verbot mit, das sie für sich persönlich im Ausland umgangen haben. Und Herr Spahn hielt auf eben jenem Stuttgarter Parteitag den Bericht des Fraktionsvorsitzenden, während die Delegierten das Verbot bekräftigten, das er persönlich längst umgangen hatte.
Möglich ist das nur, weil das deutsche Recht eine doppelte Lücke lässt: Strafbar sind allein Vermittlung und Durchführung im Inland – die Bestelleltern bleiben straffrei (§ 1 Abs. 3 Nr. 2 ESchG, § 14b Abs. 3 AdVermiG). Wer im Ausland bestellt, kehrt ungeschoren zurück.
Wir schreiben Ihnen als Frauen an Frauen, weil dieser Markt mit den Körpern von Frauen funktioniert. Eine Frau liefert die Eizelle, eine Frau trägt aus und gebiert – und wird im Moment der Geburt von dem Kind getrennt, das sie neun Monate in sich getragen hat. Das ist die gespaltene Mutterschaft, die Ihre Partei zu Recht ablehnt.
Erlauben Sie uns die deutlichen Worte, die das Thema verdient. Ein schwules Paar hat dasselbe Recht auf Ehe und Partnerschaft wie ein heterosexuelles – das ist Freiheit, und die gönnen wir jedem. Aus dieser Freiheit folgt aber kein Anspruch, sich mit Hilfe zweier Frauen ein Kind fertigen zu lassen. Es gibt keine „reproduktive Gerechtigkeit“ für etwas, das zwischen zwei Männern von Natur aus nicht möglich ist. Wer einen Menschen schon vor seiner Zeugung dazu bestimmt, seiner Mutter bei der Geburt entrissen zu werden, gründet keine Familie – er simuliert eine. Und er macht zwei Frauen zu Zulieferinnen einer Menschenproduktion.
Sie haben das Verbot beschlossen. Sorgen Sie jetzt dafür, dass es der Wirklichkeit standhält. Ein Verbot, das „Bestelleltern“ mit einem Flugticket in die USA aushebeln können, schützt niemanden. Setzen Sie sich in Fraktion und Partei für zwei Schritte ein:
1. Klarstellung im Adoptionsvermittlungsgesetz:
Anbahnung und Vermittlung von Leihmutterschaft sind auch dann strafbar, wenn die Durchführung im Ausland liegt, aber von Deutschland aus organisiert und beworben wird – auf Messen wie „Wish for a Baby“, gegen die wir rechtlich vorgehen.
2. Extraterritoriale Strafbarkeit
nach dem Vorbild Italiens, das die im Ausland beauftragte Leihmutterschaft seit November 2024 auch für die eigenen Staatsbürger unter Strafe stellt – zielgenau an die Beauftragung anknüpfend und das Wohl des bereits geborenen Kindes ausdrücklich sichernd.
Sie haben das Verbot beschlossen. Jetzt liegt es an Ihnen, ob es ein Bekenntnis bleibt oder ein wirksames Gesetz wird. Als Juristin und Gesundheitsministerin halten Sie beide Hebel in der Hand. Wir reichen Ihnen die Hand: über Parteigrenzen hinweg, sachlich, mit unserer juristischen Expertise und mit den Stimmen betroffener Frauen.
Mit freundlichen Grüßen
Eva Engelken
Volljuristin · Gründerin und Vorsitzende Frauenheldinnen e. V.
info@frauenheldinnen.de ·
Schreiben Sie mit — waschkörbeweise.
Nina Warken hält als Vorsitzende der Frauen Union und als Gesundheitsministerin beide Hebel in der Hand. Fordern Sie sie auf, das Schlupfloch für Babykäufer zu schließen — mit einem echten Brief, auf Papier, per Post. Je voller die Postsäcke, desto lauter das Signal.
Frauen Union der CDU Deutschlands, z. Hd. Nina Warken MdB,
Konrad-Adenauer-Haus,
Klingelhöferstraße 8,
10785 Berlin
Falls Sie keine Briefmarke zu Hand haben, geht auch Mail: fu@cdu.de
Sagen Sie uns Ihre Meinung.
Wie sehen Sie den Fall Spahn und die Strafbarkeitslücke? Kommentieren Sie diesen Beitrag – wir lesen mit und antworten.
Unterstützen Sie unsere Kampagne und Klage gegen Leihmutterschaft.
Damit wir die Leihmutter-Messe in Köln vor Gericht bringen können, sind wir auf Spenden angewiesen. Schon kleine Beträge helfen.

Conny says:
Ich schließe mich den Worten von Sybille an, weil mir die Worte fehlen.
—Dass ein führender Politiker in seinem privatem Handeln sich so über hier geltendes Recht hinwegsetzt ist unerträglich. Es war legal, das Kind im Ausland zu kaufen. Das ist das Problem. Die CDU / CSU sollte hier rechtliche Klarheit schaffen, ähnlich wie Italien. Und Spahn darf nicht mehr für ein öffentliches Amt in der Politik antreten. Die ethische Flexibilität ist nicht tragbar.—
Und die Messe „Wish for a Baby“ in Köln und Berlin MUSS verboten werden!
Elisabeth Wallenfang says:
Jens Spahn + Hendrik Streeck müssen mit sofortiger Wirkung aus ihren Ämtern entfernt werden. Leihmutterschaft, richtig ist „gemieteter Mutterleib“, ist eine Straftat; man datf Mütter nicht von ihren ausgetragenen Kindern trennen. Während der Schwangerschaft baut sie ein Verhältnis zu ihrem Kind auf, spricht mit ihm, singt ihm vor, hört Musik mit ihm – und lässt es an ihrem Leben teilhaben. Zwischen Kind + Mutter entsteht ein dickes Band, nicht nur in Form der Nabelschnur. Kommt das Kind auf die Welt, wird das physische Band durchgeschnitten, aber das psychische bleibt bestehen. Jetzt hat die Frau ihren Auftrag erfüllt, die „Ware“ ist da – und kann abgeholt werden. Das ist mehr als unmenschlich.
Wenn man einen Welpen haben möchte, kann man ihn frühestens 8 Wochen nach der Geburt mitnehmen; ein Junges vorzeitig von der HundeMutter zu trennen, bedeutet für das Kleine Streß und ist seiner Gesundheit abträglich.
Aber bei einem Menschenkind spielt das alles keine Rolle! Da setzt man sich eiskalt über die Naturgesetze hinweg! Man schreibt mittels Gesetzen dem Volk vor „Ihr dürft das nicht, weil …“ Aber ich als Feudalherr darf das, ich habe nämlich das nötige Kleingeld dafür.
Überhaupt: warum muss es unbedingt ein „leibliches“ Kind sein? Bei einem gleichgeschlechtlichen Paar kann sowieso kein leibliches entstehen. Bisher können gleichgeschlechtliche Paare nicht das erbringen, was ein gemischtgeschlechtliches kann. Warum muss es dann die eigenen Gene haben?
Solchen Paaren würde ich nahelegen + wärmstens empfehlen, sich mit Adoption + Pflege auseinanderzusetzen? Wo steht geschrieben, daß ich ein „fremdes“ Kind nicht auch Lieben kann, um mich für sein gutes Leben / den guten Start ins selbige einzusetzen? Wo steht geschrieben, daß man auf diesem Weg kein erfülltes Familienleben führen kann?
Eines ist auf jeden Fall sicher: eine AuslandsAdoption läuft nach staatlich vorgegebenen Gesetzen + Regeln ab. Die Zeit bis zum Kennenlernen + Übernahme des Kindes ist aufregend, man setzt sich ganz bewusst mit dem großen Ereignis auseinander, und wenn man das Kind in seine Arme gelegt bekommt, weiß man, es ist meins. Nur so kann meins aussehen.
Aber Jens Spahn ist abgebrüht und setzt sich eiskalt über geltendes Recht hinweg. Dafür gibt es keine Entschuldigung. So ein Verhalten, solche kriminellen unmenschlichen Machenschaften müssen Konsequenzen haben, die richtig weh tun, wie ein sofortiger Rücktritt. ;wenn man weitergehen will, kann man noch an die üppigen Versorgungsansprüche gehen, wofür ich durchaus plädieren würde, denn auch er muss endlich mit den Härten des Lebens „da draußen“ konfrontiert werden.
Susanne says:
Diese Debatte erschüttert mich zutiefst. Wie ist es um den ethischen Kompass in unserer Gesellschaft bestellt, wenn jemand in dieser Position mit so etwas durchkommt?
Von einer Partei, die das Wort „christlich“ im Namen trägt, erwarte ich, dass sie sich eindeutig gegen Leihmutterschaft positioniert und selbstverständlich verhindert, dass deutsche Gesetze durch Angebote im Ausland umgangen werden. Der Wunsch nach einem eigenen Kind ist verständlich. Aber aus einem Wunsch entsteht eben kein Recht auf ein Kind. Fast jede Mutter weiß, dass die Bindung zu ihrem Kind nicht erst mit der Geburt beginnt, sondern bereits während der Schwangerschaft entsteht. Eine Frau gegen Geld dazu zu bringen, ein Kind auszutragen und es anschließend gemäß eines Vertrags wie eine bestellte und produzierte Ware abzugeben (wie ein solcher Vertrag aussehen mag, möchte ich mir gar nicht vorstellen), ist für mich ein fundamentaler Verstoß gegen die Menschenwürde. Der Körper der Frau und das Kind werden zum Gegenstand eines Geschäfts. Das ist aus meiner Sicht zutiefst unmoralisch und outet die Wunscheltern als Menschen, die bei der eigenen Wunscherfüllung kaum ethische Grenzen zu kennen scheinen. Die Würde von Mutter und Kind muss unantastbar sein, auch dann, wenn das bedeutet, dass nicht jeder Kinderwunsch erfüllt werden kann.
John Borrison says:
Es ist falsch das Gesetz zu brechen und die Ausbeutung und die Kommerzialisierung des weiblichen Körpers zu unterstützen in dem man als Volksvertreter sowas als legitimen Lebensstil seinen Wählern verkauft. Die sollten mal sich unseren Kongress zur Leihmutterschaft im Internet ansehen. Vielleicht überlegen es sich Volk und Staat dann dreimal bevor sie sowas legitimieren.
Susanne Solveigsdotter says:
Sofort Strafantrag gegen Streek als auch Spahn wegen Menschenhandels und Verstoß gegen § 1 GG – Die Würde des Menschen ist unantastbar einreichen!
Hier wurde die Würde der Mutter und des Kindes mit Füßen getreten!
Ich habe mittlerweile so einen Hass auf das weltweite Patriarchat, dass ich mir wirklich eine vollumfängliche, weibliche Revolution wünsche!
Frauen! Mädchen! Auf die Barrikaden!
Maria says:
Nach Hendrik Streeck nun also auch Jens Spahn: Der zweite Spitzenpolitiker der CDU umgeht die biologische Hürde, die einem aus zwei Männern bestehenden Paar bei der Reproduktion im Wege steht, durch Inanspruchnahme einer Leihmutter und Kauf von Eizellen in den USA. Ich finde das menschenverachtend: „Georg ist unser ganzes Glück“, sagt Spahn. Der arme Georg. Was für eine schwere Bürde für ein Neugeborenes. Kinder sind nicht dazu da, das Glück der Eltern zu sein: Eltern haben die Pflicht, alles zu unterlassen, was dem Wohlergehen der Kinder im Wege steht. Dazu gehört, dass man ihnen nicht vorsätzlich und für immer die Mutter nehmen darf. Ich finde es außerdem frauenverachtend. Was hat die CDU nicht alles aufgeboten, um das Schreckensbild von Frauen als „Gebärmaschinen“, die Kinder, Küche, Kirche zu leisten haben, an die Wand zu malen – damit diese Frauen der Wirtschaft ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Dass es dabei eben nicht um Emanzipation und Gleichberechtigung geht, sehen wir jetzt überdeutlich: Wenn Frauen für schwule Paare Kinder gebären, ist es völlig in Ordnung, dass sie GEbärmaschinen sind.
Sybille says:
Dass ein führender Politiker in seinem privatem Handeln sich so über hier geltendes Recht hinwegsetzt ist unerträglich. Es war legal, das Kind im Ausland zu kaufen. Das ist das Problem. Die CDU / CSU sollte hier rechtliche Klarheit schaffen, ähnlich wie Italien. Und Spahn darf nicht mehr für ein öffentliches Amt in der Politik antreten. Die ethische Flexibilität ist nicht tragbar.
Horst Stricker says:
Jens Spahn sollte die CDU verlassen. Als Homosexueller in Partnerschaft eine Leihmutter in den USA zu organisieren, die diesen beiden ein Kind austrägt, ist in Deutschland verboten. Spahn setzt sich darüber hinweg. Daraus sollte er anständigerweise die Konsequenz ziehen und aus der CDU austreten. Sonst wird diese Partei einen erneuten Tiefpunkt erleiden müssen. Ich persönlich würde sie nicht mehr wählen, wenn das einfach parteipolitisch hingenommen wird.
Christiane says:
Ich habe den offenen Brief soeben nicht nur an die Frauen-Union gemailt, sondern auch an den CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten, der meinen Münchner Wahlkreis in Berlin vertritt.
Inge Nöhr says:
Kinder sind keine Ware, Frauen keine Gebärmaschinen. Das hat die Frauen-Union und die CDU doch verstanden?! Wieso werden schwule CDU-Männer abgefeiert, die beides zugunsten ihres egozentrischen Kinderwunsches durch Bestellung im Ausland umgehen? Liebe CDU: werdet endlich wieder eurem eigenen Anspruch gerecht und verhaltet euch entsprechend.
Dr Christine Bergmann says:
Wenigstens weiss ich jetzt mit Sicherheit, welche Partei ich nicht wählen werde…MIESE HEUCHLER!!!!!
Matthias Schultz says:
„Wenn Union Leihmutterschaften verbietet, sollte das auch für führende Repräsentanten gelten“
Was für den „normalen“ Bürger/Wähler verboten ist, sollte für einen Repräsentanten der Partei,/Regierung erst recht nicht erlaubt sein, bzw. so einfach durchgehen. Nicht nur, dass wir immer weiter in eine Bananenrepublik abrutschen, bei der oft die Regierung der kriminellste Clan ist, es ist auch für das Kindeswohl höchst bedenklich.
Hierzu die Aussagen von Spahn und seinem Ministerium
„Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden“, schrieb der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Jens Spahn 2015 in einem Beitrag für das Männermagazin „GQ“
Aus Spahns Ministerium hieß es damals dazu: „Die damit verbundenen besonderen Schwierigkeiten bei der Selbstfindung des Kindes ließen aus Sicht des Gesetzgebers negative Auswirkungen auf dessen Entwicklung im Sinne einer Gefährdung des Kindswohls befürchten.“
In diesem Sinne des Kindswohls sollte sich das Jugendamt umgehend einschalten und das Kind in seine Obhut nehmen. Es findet sich sicherlich eine fürsorgliche und rechtskonforme Familie, die dem Kind geben kann, was es braucht, um gesund und glücklich aufzuwachsen.
Gerit Sonntag says:
Unglaublich, dass ein Mitglied der CHRISTLICHEN demokratischen Union ein Kind kauft!!!
Sylvia Pantel says:
Leihmutterschaft ist kein Vorbild !
Jens Spahn ist nach Herrn Streeck der 2. CDU Politiker, der zeigt dass deutsche Gesetze für diese eben nicht gelten. Leihmutterschaft ist nach wie vor in Deutschland verboten. Wer sie öffentlich verharmlost oder als positives Beispiel darstellt, ignoriert eine klare Rechtslage und die dahinterstehenden ethischen Grenzen.
Die CDU selbst betont, dass Frauenkörper nicht Mittel zum Zweck sein dürfen und Kinder keine Ware sind. Genau daran muss sich die öffentliche Bewertung messen lassen. Persönliche Wünsche ändert nichts daran, dass Leihmutterschaft rechtlich in Deutschland verboten ist und die Gesetze sollten gerade für Abgeordnete gelten!
Gudrun Pommerening says:
Bin sofort Ihrem Aufruf gefolgt‼️